Komme Auf Die

Dunkle Seite Der Macht!

Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld.

Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe. Hermann Hesse (1877 - 1962)

This Is VaderBase

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13.08.2022 Transport Security Officer Nazi Uniform

Dieses "Kostüm" sollte nicht auf öffentlichen Auftritten zu sehen sein, da es zu stark an Naziuniformen erinnnert. Ich vermute gar begründet, dass es bevorzugt von Mitgliedern getragen wird, die hier eine Möglichkeit sehen, unsanktioniert und mit fadenscheiniger Begründung ihre politischen Präferenzen zur Schau zu stellen. Ich lehne Veranstaltungen und Fotos zusammen mit diesem Transport Security Officer (das Kostüm war im schwachen Film Solo - A Star Wars Story, 2018, zu sehen) ab.




12.08.2022 Einsatz in vier Wänden: Trooping/ Auftritte hot oder flop?

Das Kostüm ist extrem teuer, außerordentlich empfindlich und bedarf regelmäßiger Wartung (Nähte, Reinigung, Details, Elektronik, Elektrik). Es handelt sich um einen Charakter, der im Weltall auftritt und daher ist ein glänzendes, steriles, kühles und künstlich beleuchtetes Ambiente notwendig. Auch der Tranport sowie das Anziehen & Ausziehen ist mit Aufwand verbunden. Das Tragen des Kostüms ist selbst unter günstigen Bedingungen (kühl, schattig, eben) eine körperliche Belastung, da es enorm warm und schwer ist. Zudem ist die Sehfähigkeit eingeschränkt und somit werden Treppen und Unebenheiten im Boden wie z.B. eine Kante eines Gullideckels zu einer Stolpergefahr, die im Kostüm üble Folgen haben kann.
Daher sind Veranstaltungen, Einsatzorte und Zweck des Einsatzes wichtige Faktoren.
Was gut geht sind Veranstaltungen mit dezidierten Fans von Science Fiction, Krieg der Sterne, Star Wars. Als Orte sind geeignet Hallen, Freizeitparks, Hotels, geschlossene Gebäude. Ein großes Publikum ist klasse, da hier eine Abfolge von neuen Kontakten möglich ist. Wenn es sich nur um ein Publikum handelt, das nur aus wenigen Personen besteht, nutzt sich die anfängliche Faszination schnell nach wenigen Minuten ab und die Zeit wird lang. Daher ist bei Besuchen auf Hochzeiten, Geburtstagen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen eine straffe Planung notwendig, um den Spaß hochzuhalten in einer kurzen Zeit von zehn Minuten.
Was ich ablehne, sind themenfremde Orte, die überwiegend von Menschen besucht werden, die keinerlei Begeisterung für das Sujet erwarten lassen: Promotion im Supermarkt oder Kaufhaus, Auftritte bei Stadtfesten, Gartenanlagenparks, Zoos und Tierparks. Zudem sind Außenauftritte auf unbefestigten Wegen wegen des Staubs und Schmutzes katastrophal für den Wollmantel, die Wollrobe, die Stiefel, die mit Autolack lackierten Hochglanzteile wie Helm und Panzerung und einfach alles am Kostüm. Fotoaufnahmen in Tech-(Noir)-Gebäuden sind top, Aufnahmen im Wald, am Strand, im Garten, auf dem Rasen und anderen Naturstandorten lehne ich ab. Es ist ja schließlich Darth Vader und nicht ein Hobbit. Im Sommer draußen und im Sonnenlicht ist die Temperatur im Kostüm auch zu hoch, auch kommen nur Einsätze in Frage, die einen besonderen Hintergrund haben.

 


11.08.2022 Warum Wasserbetten eine Lüge sind und eine Gesundheitsgefahr darstellen

Wasserbetten sind toll: keine durchgelegenen Matratzen mehr, die alle paar Jahre ausgetauscht werden müssen, weil der Schaumstoff oder die Taschenfedern abgenutzt sind. Kein Staub und keine Milben, die sich im weichen Material verstecken können. Schön warm durch extra strahlungsarme Heizung und gut für den Rücken, da sich die Wasserbettmatratze flexibel an den Körper anschmiegt. Die Plastikhülle, in die das Wasser gefüllt wird (mehr ist so ein Wasserbett ja nicht), enthält keine Phthalate und keine Weichmacher und alles ist total bio, ergo und grün. Wunderbar.
Aber leider belog mich mein Wasserbettenhändler. Ich kaufte ein kackteures Riesenwasserbett auf Maß mit allen Extras für ein paar Tausend Euro (auf persönliche Empfehlung eines Bekannten). Es wurde sehr servicestark sogar aufgestellt und befüllt bei mir zu Hause von dem Händler. Dann gab es noch die Instruktionen: alle paar Monate Wasser auffüllen und "Conditioner" einfüllen. Dazu mit "Pflegetüchern" die Wasserbetten-Folie von "scheuerndem Staub, Hautschuppen und Schweiß reinigen" und "Pflegecreme" großzügig auftragen. Das habe ich ein paar mal gemacht aber diese großflächige Wischerei und Eincremerei nervte mich dann doch und ich kaufte noch einen zusätzlichen "Top-Liner", der als Staubschutz fungieren sollte. Dadurch kommen kein Staub, Körpersalz oder Hautschuppen mehr auf die Vinylfolie/ den Wasserbeutel und ich spare mir die Putzerei.
Nach ein paar Monaten brauchte ich mehr von dem "Conditioner" und kaufte diesen arglos wie gewohnt beim mich belügenden Wasserbettenverkäufer. Der mich belügende Verkäufer notierte wie immer meinen Namen und das Kaufdatum um "die Garantie sicherzustellen". Diesmal kaufte ich aber wie gesagt ja nur den "Conditioner" und nicht wie sonst die "Pflegetücher" und "Pflegecreme". Der mich belügende Verkäufer fragte mich dann überraschenderweise sehr penetrant, wieso ich nur Conditioner kaufe und forderte mich auf, auch Tücher und Creme zu kaufen. Als ich erklärte, dass ich die Tücher und Creme nicht mehr so oft benötige, da ich bei ihm ja den kackteuren Top-Liner gekauft und angebracht habe, der Staub etc. verhindert, bestand der mich belügende Verkäufer dennoch darauf, dass ich Tücher und Creme kaufen und anwenden müsse, da "sonst die 5-Jahres Garantie auf Dichtigkeit des Wasserbetts nicht aufrechterhalten werden kann". Das ergab für mich so gar keinen Sinn.
Eine schnelle Recherche und Rücksprache mit dem Hersteller der Tücher und der Creme lieferte mir jedoch schnell die Erklärung: sowohl "Pflegetücher" als auch die so putzig frisch nach Zitrone duftende "Pflegecreme" sind randvoll und hochkonzentriert ausschließlich aus Weichmachern. Ich trage also unwissend pfundweise pure Weichmacher auf die Vinylfolie auf, damit das Plastik länger geschmeidig bleibt und nicht spröde wird. Dadurch hält das Plastik länger und der mich belügende Verkäufer kann seine Kackgarantie sicherstellen, dass der Wassersack nicht vorzeitig undicht wird. Weichmacher verursachen Krebs, Fehlbildungen und sind erbgutschädigend. Dieses Zeugs durchdringt auch Schutzhandschuhe mit Leichtigkeit.Toll.
Bonus-Mist:
Ich wollte den Standort des Wasserbetts verändern und habe das selbst vorgenommen. Dazu habe ich mir vom mich belügenden Händler eine Pumpe geliehen und Conditioner gekauft. Der mich belügende Händler hat mich zwar bedrängt, dass er das machen müsse wegen Qualität und Erfahrung und anderem Quatsch, aber ich hatte keine Zeit für einen Termin  und sah auch keine Notwendigkeit, dafür erneut Handwerker ins Haus kommen lassen zu müssen. Also Wasser abpumpen, Gestelle verschieben, Wasser rein, Conditioner rein und fertig, Pumpe zum Händler zurück und gut ist. Aber halt, was ist das? Nach einigen Wochen fing es an, beim Bett zu stinken. Das Wasser war gammelig geworden. Also dringt durch die Folie nicht nur Wasserdampf (ich muss das durch die Folie verdunstende Wasser ja regelmäßig auffüllen) sondern auch der Gestank/ die Gestankmoleküle. Somit steht fest, dass durch die Folie auch die Stoffe, die im Wasser sind, hindurchdiffundieren. Als ich meinen mich belügenden Händler auf das Stinkewasser ansprach, gab er an, dass man ja auch einen für mich bis dahin unbekannten sogenannten "First Filler" beim ersten Befüllen des Wasserbetts einfüllen müsste. Danach würde auch beim Nachfüllen ein Conditioner reichen, aber die Wirkung des Conditioners allein sei nicht ausreichend. Nachdem ich dann ja später auf die Weichmacher-Lüge gestoßen war, habe ich dann mir mal angesehen, was im "First Filler" und "Conditioner" enthalten ist an Giftstoffen, die ich ja jede Nacht einatme und geradezu inhaliere (wenn diese Chemikalien schön erwärmt zusammen mit dem Wasserdampf durch die Vinylfolie entweichen): jede Menge gewässerschädliche, giftige, organismentötende Verbindungen und sogar Brom (das ja auch als Hängolin bekannt ist).

TLTR:

die "Pflegemittel" enthalten puren, giften Weichmacher. Der Verkäufer drängt auf Benutzung der Pflegemittel, da somit die Garantie leichter eingehalten werden kann.

Die Wasserzugaben "Conditioner" und "First Filler" enthalten extreme Gifte, die durch die Vinylfolie austreten und eingeamtet werden.

 

 

10.08.2022 R-Type Delta (PSX/ Playstation 1) per Retroarch crashes

Ja, dieses Spiel sieht zunächst sehr grobschlächtig und unnötig auf 3D-getrimmt aus. Tatsächlich ist es eine ganz hervorragende R-Type-Variante mit vielen liebevollen Effekten wie Unterwasser-Lichtreflektionen, Luftblasen und Bussen, die von Schlangen-Horizontalbohrer-Robotern in die Richtung des Spielers durch den Raum geworfen werden. Alles interagiert: die Wasseroberflächen spritzen bei Beschuss oder Durchfliegen, die Raketen haben eigene Flugmuster, Bienenkörbe hinterlassen rote Flecken und sogar die Leitwerke des Sattelits fächern sich auf oder ziehen sich zusammen bei rückwärts oder vorwärts gerichteter Bewegung des eigenen Raumschiffs. Unglaublich. Das gleiche Maß an Sorgfalt wurde angelegt für Gameplay, Leveldesign und Pacing. Dieses Spiel ist so gut, dass ich erwägte, extra eine alte Playstation 1 und eben R-Type Delta zu kaufen, da leider das Spiel jedesmal auf meiner SNES mini Classic auf Basis von Hakchi und Retroarch crasht/ abstürzt/ resettet nach dem Besiegen des Endgegners von Level 2 (eine Seegurke mit einem Horroroktopus). Ich probierte alle Tricks wie Abschalten des Röhrenraster-Overlays, andere Cores der PSX (PCSX1, ReARMed, UNAI, PEOPS, NEON, Xtreme, Amped, FS in allen Variationen) oder andere Installationen (Europe, US etc.) aber nach Ende von Level 2 war stets: crash, blackscreen, reset. Ein Löschen des PSX-BIOS-Dateien (scph5500.bin, scph5501.bin und scph5502.bin) habe ich erwogen, aber verworfen, da die ja die Emulation perfekt beschleunigen und auch funktionieren.
Die Lösung: select + start drücken, einen State-Slot wählen und save state ausführen. Dann einen load state vornehmen und ab sofort läuft das Spiel wie eine Eins.


09.07.2022 beste Beschreibung der Bild-Zeitung aller Zeiten

Der Philosoph Günther Anders beschreibt schon 1956 in seinem Hauptwerk "Die Antiquiertheit des Menschen":

"Das Hauptverhängnis unseres heutigen Daseins heißt: Bild. Verhängnis deshalb, weil heute Bilder nicht mehr als Ausnahmen vorkommen, weil wir von Bildern vielmehr umstellt, weil wir einem Dauerregen von Bildern ausgesetzt sind."

Anders attestiert der Menschheit eine unheilbare Ikonomanie, eine Bildgefräßigkeit, die Hirn und Augen verkleistert und auf Dauer ein post-literarisches Analphabetentum züchtet. Die Ursache der schleichenden aber unausweichlichen Verdummung liegt in der Punktualität, im Inselhaften der Bildinformation. Bilder, so argumentiert Anders, machen im Unterschied zu Texten keine Zusammenhänge sichtbar. Sie verkürzen das Verstehen auf bloßes Sehen, zeigen lediglich Weltfetzen, isolierte Momente, die in ihrer unmittelbaren visuellen Wirksamkeit stecken bleiben. Am Ende erzeugt die Ikonomanie ein passives Voyeurtum, das uns nur vorgaukelt, informiert zu sein. Über kurz oder lang führt das inflationäre Abbilden der vermeintlichen Wirklichkeit zur Entwirklichung der Welt: Wir ersetzen unsere eigene Wahrnehmung durch visuelle Surrogate. Erst überlagern die Bilder die wahrgenommene Welt, dann lösen sie die Wirklichkeit auf in Reihen zusammenhangloser Momentaufnahmen, die kein Ganzes mehr ergeben. Am Ende der apokalyptischen Vision verwandelt sich der Mensch in jene Bilder, die er von sich und seiner Welt entworfen hat.
Günther Anders besorgter Blick auf die Invasion der Bilder ist erstaunlich hellsichtig, ihr ungebremstes Wuchern und digital gedüngtes Aufschießen konnte er aber nicht stoppen. Unser Bildverbrauch explodiert, knackt Jahr um Jahr neue Rekordmarken und ersetzt vielfach schon probate Kulturtechniken wie das Lesen.

Quelle: Homo pictor - Der Mensch und die Bilder, von Simon Demmelhuber.
hier das ganze Script.


03.07.2022 Donkey Kong Arcade (1981) Tipps & Tricks

Ich habe eine SNES Mini Classic mit allerlei Arcade- und Konsolenklassikern aufgeübscht (Arcadeoriginale, Atari VCS 2600, C-64, Playstation 1, NES, SNES, Sega Master System, Sega Mega Drive, Dreamcast, PC Engine, NeoGeo, um in den Pausen auf der Arbeit den jungen Kollegen beim Highscore-Wettkampf mal zu zeigen, was damals für eine harte Gangart üblich war auf den Systemen. Ich habe natürlich alle Highscores inne und in der Kreidetafel-Hall-of-Fame prangen nur meine Initialien (Raiden [die noch härter Version der PC-Engine], Chelnov, Hang-On, Mario Bros., Moon Patrol, R-Type, Root Beer Tapper [ok, hier wurden zur Ausnahme einmal die N.H.-Initialien geduldet], Donkey Kong und Galaga 88). Während meines Urlaubs erdreisteten sich zwei Newcomer einfach, ein neue Spiel auf einer Blanko-Highscore-Tafel zu hieven und sich qua meiner Abwesenheit sogleich auch mit den eigenen Initialien zu manifestieren (die Formulierung 'verwigen' ist hier nicht angebracht, solange ich mitspiele): Pac Man. Ok, folks, challenge accepted. 12 K wurden zu 18 K, ein weiterer Kollege schob den Score dann auf 22 K und ich sah mich genötigt, Tutorials und Fachliteratur zu studieren um schließlich nach drei Wichen mit 152 K alle Mitstreiter zu demütigen und die Moral zu atomisieren. Der sehr junge,ehrgeizzerfressenee 22 K Pac Man Kollege jedoch nahm den Fehdehandschuh auf und übertrug den Krieg auf ein neues, vom ihm gewähltes Schlachtfeld: Donkey Kong. 18 K, 40 K, 50 K und die Platz auf der Tafel war fast täglich neu zu beschriften. Schließlich knallte er mit 100 K und Level 4 ersteinmal einen Wert ins Kontor, an dem ich wochenlang zu knabbern hatte. Mehr als 92 K gelangen mir einfach nicht. Er legte nach auf 111 K und gab an, mittels hartem Point-Pressing (alle Punkte, Extras und Hüpfpunkte mitnehmen und strategisch innerhalb der 4 Levels sterben) das erreicht zu haben ganz ohne jedes Tutorial. Na toll. Ich hatte wie besessen geübt und alle Tutorials angesehen, die ich finden konnte. Nun endlich ist es mir heute gelungen, den 4. Screen des 5 Levels zu erreichen und 118 K zu erreichen. Es war ein sehr harter Weg. Donkey Kong ist viel komplexer, fummelieger, frustrierender und nerviger, als ich es mir vorstellen konnte. Hier mein hart erarbeitetes Wissen über die orignale, japanische Version (4 Screens bilden einen Level: Fässer-, Förderbänder-, Aufzüge-, Bolzen-Screen):
1.) wenn Jumpman (Super Mario) auf einer Leiter im Fässer-Screen steht und mit einer Hand das rote Gitter berührt, fallen keinerlei rollende Fässer die Leiter herunter und Mario ist dort sicher. Aber die gerade nach unten fallenden Fässer, die zick-zack-nach unten fliegenden Fässer und die Flammen können nach wie vor Mario erwischen. Dieser Tipp gilt wohl nur für die amerikanischen Version, die ich spiele: die Screenabfolge ist immer gleich, zumindest bis Level 5. Es gibt aber wohl unanhängig von der Länderversion eine schwierige Version, bei der die Fässer auch die Leitern herunterfallen, wenn Mario/ Jumpman das rote Gitter mit der Hand berührt. Gott bewahre, dass ich das auch noch lernen müsste... das wäre ja nochmal schwieriger zu bewältigen.)
2.) Mario kann über die Flamme springen (das vermeide ich jedoch, da unsicher ist, wohin sich die Flamme bewegt). 3.) Wenn Mario sich den Fässern entgegenbewegt, fallen diese viel häufiger die Treppe herunter.
4.) die Flammen im Förderbänder-Screen erscheinen auf der Seite, auf der sich Mario gerade befindet.

Das Aufzüge-Screen ist spätestens ab Level 4 die Hölle, da die Sprungfedern superviele Schwierigkeiten machen:
in Level 1 kann man an der dritten Spitze des roten Gitters warten, bis eine Feder über Mario fliegt und dann einfach die Treppe heraufflitzen, um diesen Screen zu schaffen.
In Level 2 warten man an der dritten Spitze und läuft, sobald eine Feder über Mario ist, nach links bis zur gelben Aufzugsplatte. Eine Spitze nach rechts kann man sich hinstellen und mit der nächsten Feder die Leiter hochflitzen.
In Level 3 muss man eine Feder abwarten, die zwischen den Beinen von Donkey Kong landet ("lange Feder" im Sinne einer Feder, die einen langen Weg zurücklegt und somit mehr Zeit vergeht, bis die nächste Feder kommt), um von der dritten Spitze aus wartend auf die gelbe Aufzugsplattform zu laufen. Eine Spitze rechts daneben ist der Startpunkt, um bei der nächsten langen Feder die Leiter hochzuflitzen.
Level 4 ist dann richtig fordernd (danach wird es nicht mehr wesentlich schwerer, hoffe ich):
Auf der dritten Spitze auf eine kurze Feder warten (also eine Feder, die beim linken Fuß von Donkey Kong (also Donkey Kongs rechter Fuß) landet), dann eine Spitze nach links gehen und sobald die kurze Feder über Mario ist, auf die gelbe Auszugsplattform laufen. Eine Spitze rechts davon ist wie immer der Startpunkt, um dann bei der nächsten langen Feder die Leiter hochzulaufen. Aber Achtung: wenn auf die lange Feder direkt eine weitere lange Feder folgt, erwischt sie Mario auf der Leiter und ein Leben ist weg. Also muss man entweder viel Glück haben oder kurz vor der Leiter schauen, ob eine kurze oder lange Feder folgt und entsprechend hoch- oder zurücklaufen. Das ist wirklich nicht soooo leicht und bisher schaffe ich es gerade irgendwie, Level 5 zu erreichen mit viel Glück: diese lange Feder-Prüfung und Abbruchroutine habe ich noch nicht drauf. Aber egal, Hauptsache, ich habe den Highscore. Bäm! :-)

 

 

03.05.2022 Characterlenses blogspot

https://characterlenses.blogspot.com/2021/09/review-of-1950s-helios-40-85mm-f15-40.html

Review of the 1950's Helios-40 85mm F1.5 (Гелиос-40)

Hier eine schöne Bestätigung, dass es sich bei dem Riesentrumm eines Objektivs tatsächlich um eine sehr einzigartige Kombination aus Fehlern und Charakter handelt.

 

24.04.2022 Canon EOS 100D white mit dem Bokeh Monster Helios 40 85mm f/1.5

 





 

 

 

20.04.2022 Helios 40 f/1,5 85 mm Red P






 

17.04.2022 Helios 40 85 mm 1,5 Silver - You've Come A Long Way Baby

 

Ich habe mir zum Geburtstag ein mich sehr ansprechendes Objektiv gegönnt: ein altes, wahrscheinlich aus dem Jahr 1957 stammendes Helios 40 Objektiv, das aussieht, wie aus der Weltraumforschung mit all dem glänzenden Metall. Es war brutalst teuer, aber dafür soll es ein adäquater Nachbau des Carl Zeiss Jena Biotar 75mm f/1.5 sein und ein einzigartiges Wirbelbokeh in den Hintergrund zaubern. Es scheint wirklich für den Weltraumaußeneinsatz gebaut worden zu sein, denn es ist sehr massiv und schwer mit über einem Kilogramm Gewicht (und damit satt doppelt so schwer wie das Carl Zeiss Biotar). Aus Russland bekommt man es aktuell gar nicht wegen des bekackten Kriegs und der Zustand der Objektive ist häufig sehr zweifelhaft. Moldau und Ukraini scheiden auch nahezu aus als Quelle aktuell. Dazu kommen Versand, massig Zoll und Abwicklungskosten. Ganz wichtig hier bei meinem Fang: eine sehr frühe Serienummer (002267) und eine rote Markierung in Form eines П (der russische Buchstabe, der unserem 'P' entspricht). Die rote Buchstabenmarkierung  wurde entsprechend der Carl Zeiss Jena Biotar 75 mm Vorlage übernommen, die den Buchstaben 'T' trug, um auf die bessere Beschichtung der Gläser hinzuweisen in Form der Transmissionsschicht, die durch gegenphasige Amplitudenveschiebung eine Interferenz erzeugt und somit trotz doppelter Reflexion tatsächlich die Reflexionen stark reduziert.) Also her mit dem vermeintlich überteuerten Ebayangebot des "Profihändlers" Foto Fina. Was wurde da nicht alles zugesichert: "in gutem Zustand und vollkommen funktionsfähig", "mittels optionaler Adapter anschliessbar an nahezu alle analogen und digitalen Kamerasysteme bis Vollformat.", "Zustand funktional: 100% funktional", "Zustand optische Elemente (also Linsen): 1- (nur minimast innere Merkmale und Mikrostaub in den riesigen Linsen; wunderbar für Alter und Objektivtyp),  100% keine Kratzerchen/Putzspuren, kein Fungus (Pilz), kein Dunst, minimal oder gar keine Stäubchen". Also ein perfekter Zustand für einen dann eben doch angemessenen Preis. Dann die Enttäuschung: der Blendenvorwahlring war ohne jede Funktion. Die Blendenrasterung war auch komplett verstellt und nicht der Skalierung entsprechend (eigentlich auch egal, da die Blendenvorwahl ohnehin ja nicht funktionierte). Die Fokussierung war nicht auf unendlich einstellbar gemäß Skala (die Drehung des Fokusrings endete links vom Unendlichkeitszeichen), der Fokusring war sehr schwergängig und zu guter Letzt war ein dicker Krümel zwischen den Gläsern im Inneren erkennbar. Na toll.
Aber kein Problem, Käuferschutz bei Ebay sorgt ja für Entspannung und der Händler hat die Reparatur sofort zugesichert bei Foto Dimas. Eine Woche später kam das Objektiv in einem nahezu perfekten Zustand wieder: der Blendenvorwahlring funktionierte wie er sollte, die Skalierierung der Blenden war exakt, dazu wurden die Linsen im Inneren sehr gut gereinigt und der Fokusring war leichtgängig und geschmeidig zu bedienen von M bis ∞ (Unendlichkeitszeichen). Klasse. Ein Traumobjektiv für mich. Sehr schön. Aber halt, was ist das? Das rote Dreieck der Blendenanzeige war nicht mehr mittig in einer Flucht mit der Schärfentiefenskala (also auf einer zwölf Uhr Stellung), sondern um 40 Grad nach rechts verdreht auf einer drei Uhr Position. Somit ist beim Fotografieren die Blendenskala nicht mehr einwandfrei von oben einsehbar. Der "Profihändler" hat zunächst einmal in Frage gestellt, dass es sich dabei überhaupt um einen Fehler handele. Solch ein Verhalten löst in mir einigen Groll aus, denn das sollte ein Profi schon verstehen, dass das ästhetisch und funktional nicht akzeptabel ist. Also wieder zurück an Foto Dimas mit dem Objektiv zum zweiten Mal. ImTelefonat später wurde mir erklärt, dass das M39 Zenit Format des alten Helios 40 Objektivs ein mit 45,20 mm geringfügig anderes Auflagemaß hat als moderne DSLRs (das gängige M42 Format mit 45,46 mm wird mit üblichen Adaptern sehr gut auf die DSLRs und auch meine Canon EOS angepasst). Daher hat der Fachbetrieb den Zwischenring des Helios 40 Objektivs um 3/10 mm abgeschliffen, um diesen an das Auflagemaß anzupassen. Somit war die korrekte Unendlichkeitseinstellung des Fokusrings möglich. Aber im Gegenzug ließ sich die vordere Hälfte des Objektivs eben auch ein Vierteldrehung weiterdrehen bis es endlich fest war. Ich war verwundert, denn ich hatte zwar die Skala hinsichtlich der Unendlichkeitsfokussierung bemängelt, aber nicht die tatsächliche Unendlichkeitsfokussierung (die mir wahrscheinlich nie aufgefallen wäre). Der Fachbetrieb bot an, gerne und sogar gratis einen Aluminium-Abstandsring mit dem alten Maß zuzuschneiden und einzulegen, damit der Blendenring wie vorher wieder mittig sei. Dieses führe jedoch dazu, dass kein Unendlichkeitsfokussierung möglich sei. Wie unschön. Schiefer Blendenring oder Kurzsichtigkeit. Beide sind keine guten Eigenschaften für mein mit weitem Abstand teuerstes Objektiv. Ich habe mich in die Thematik eingelesen und festgestellt, dass es sich um ein grundsätzliches Problem mit M39 Objektiven handelt und dass es nichts mit dem Modell oder gar diesem Exemplar zu tun hat. Das hat mich schon einmal beruhigt. Ich las auch von abgeschliffenen M39-EOS-Adaptern (oder M39-M42-Adaptergewindering mit M42-EOS-Adapter-Konstellationen, die auch manchmal ohne Abschleifen auskamen, wenn sie denn billig und damit unpräzise und damit sehr dünn gefertigt seien, um den Unendlichkeitsfokus sicherzustellen), die benutzt wurden, um das alte Helios 40 und andere M39-Objektive auch mit der Unendlichkeitsfokussierung nutzen zu können. Ja, ich weiß, das ist ja ein Porträitobjektiv, das solche Entfernungen eh nicht benötigt in diesem Einsatz, aber wenn ich es kaufe, soll es auch richtig funktionieren. Also erneutes Telefonat mit dem Reparaturbetrieb: Mittiger Blendenring oder Unendlichkeitsfokus seien möglich, aber nicht beides zusammen. Das klingt für mich leider wenig attraktiv wie "Schiefer Blendenring oder Kurzsichtigkeitsobjektiv". Meine Frage, ob es denkbar sei, den M39-EOS-Adapter um 3/10 mm abzutragen, um die Unendlichkeitsfokussierung zu erreichen und gleichzeitig den Blendenvorwahlring hübsch mittig zu bewahren, wurde verneint mit dem Hinweis, dass dadurch das Auflagemaß ja unverändert bliebe. Das war leider falsch. Aber netterweise wurde mit angeboten, dass ich einen zweiten Abstandsring erhalten könne, den ich, wenn ich denn statt des Unendlichkeitsfokus lieber einen mittigen Blendenring haben wollte, einfach und ohne Werkzeug im Handumdrehen in das Objektiv einsetzen könne. Da ich bisher davon ausging, dass jeder Eingriff in das Objektiv mit Feinmechanikwerkzeugen im Operationssaal unter Reinraumbedingungen durch versierte Mechanikermeister verbunden wäre, war ich positiv überrascht von dieser attraktiven Option. Also kam das Objektiv wieder zurück mit verdrehtem Blendenring, funktionierender Unendlichkeitsfokussierung und einem 3/10 mm dickeren Aluminiumring. Ich habe das gleich einmal ausprobiert und die obere Hälfte gegen den Urzeigersinn gedreht und abgeschraubt. Dann habe ich den abgeschliffenen Ring gegen den etwas dickeren Ring getauscht und siehe da... der Blendenring war nun nicht mehr rechts von 12 Uhr sondern links davon auf 9 Uhr. Schöner Mist. Also habe meine Schieblehre und mein Nass-Schmiergelpapierset geholt und  etwas von der Dicke des Rings abgetragen. Noch ein wenig mehr, noch mehr, noch ein bischen... zu viel. Mist. Irgendwie hat der neue Ring gehakt. Nun ist er genauso dünn die der andere. Das habe ich vergeigt. Das liegt vielleicht daran, dass er etwas schmaler ist, aber das ist nur eine unbelegte Vermutung von mir. Einen neuen Aluring kann ich nicht finden, da Alurohre mit einer Wandstärke von 1,8 mm und einem Innendurchmesser von 52 mm für mich nicht auffindbar sind. Aber aus meinen Papierbastelarbeiten weiß ich ja, dass Papier ein guter, präziser und sehr belastbarer Baustoff sein kann. Also habe ich mir überlegt, einfach einen Papierring zwischen Aluminiumring und Objektivhäfte zu legen, um den alten Abstand zu erhalten und den Blendenring wieder mittig zu sehen (ohne Unendlichkeitsfokus). Mit dem Silhouette Portrait Plotter ist das präzise und flugs erledigt. Zwei Ringe aus 80 g/ m2 Kopierpapier sind zu dick, ein Ring aus 120 g/ m2 ist zu dünn. Also ruht meine Hoffung auf zwei Ringen aus Bastelpapier mit jeweils 70 g/ m2... und juchu, nun ist der Blendenring perfekt mittig. Nun probiere ich erstmal das Objektiv mit weiten Entfernungen aus und ja, der Unterschied ist hinsichtlich der Schärfe bei unendlichem Fokus sehr stark. Jetzt, da ich den Blendenring mittig (mit Papierunterlegscheiben) oder Unendlichkeitsfokus habe (ohne Unterlegscheiben) möchte ich die Lösung, von der ich gelesen habe aber gerne auch noch testen: das Abtragen des M39-EOS-Adapters um diese 0,3 mm. Mein Laienverstand sagt mir, dass damit das Auflagemaß genauso redzuziert wird wie mit dem Zwischenring im Objektiv- egal, was der Fachreparaturbetrieb sagt. Also her mit dem acht Euro Adapter und her mit dem Schmiergelpapier nebst dem Kaliber. Die Dicke beträgt anfänglich 1,5 mm. Reduktion auf 1,25 mm. Ergebnis: Perfekt. der Blendenring ist mittig (mit den Papierunterlegscheiben) und der Unendlichkeitsfokus funktioniert. Warum also ein 'oder', wenn ich auch ein 'und' haben kann? Der M39-EOS-Adapter zickt aber noch ein wenig, da er das Objektiv nicht auf 12 Uhr an die Kamera bringt, sondern auf 8 Uhr. Also einfach nochmal ein paar Zehntel Millimeter abschleifen (von 1,25 mm auf 0,9mm), dann ist auch das erledigt. Das Objektiv sitzt nun hübsch auf 12 Uhr, der Blendenvorwahlring ebenso und die Fokussierung funktioniert von nah bis fern.(sogar über fern hinaus, dann muss ich dann etwas den Fokusring wieder zurückdrehen. Das kann ich wieder einfach korrigieren mit weiteren Papierunterlegringen, dann stoppt das Objektiv zuverlässig bei Unendlichkeitsfokussierung... aber nee, dann wäre der Blendenring wieder nicht mehr zentgriert. Puh.). "Naaaaaah." keuch, keuch, keuch, keuch, "Feeeeern". Dazu herum, über, runter und durch... Und geschafft, uuuaaaaah.



Gegenlichtblende Lifehack für das alte Helios 40 85 mm 1,5 mit 66 mm Duchmesser

Das Objektiv hat ein sehr exotisches Filtergewinde: 66 mm Durchmesser mit 0,75 mm Steigung- das ist ein Problem, da die Linsen in der Konstellation und Beschichtung bei Gegenlicht zu extremsten Blendenflecken neigen. Eine Gegenlichtblende ist also sowohl Innen als auch Außen absolut notwendig. Aber es gibt keine. Eine Streulichtblende/ Lens Hood mit 67 mm Durchmesser könnte ich am Gewinde etwas abschleifen und reinwürgen oder vielleicht eine flexible aus Gummi oder selbstgebaute aus Pappe  benutzen aber alle diese Lösungen sehen nicht angemessen aus an diesem eleganten Traum aus silber glänzendem Metall. Ich bekam jedoch in der Helios 40 Facebookgruppe den tollen Tipp, dass ich einfach die eigentlich heutzutage nutzlosen drei Farbfilterlinsen dafür nutzen kann: einfach die innenliegenden Gewinderinge herausschrauben, die Gläser entnehmen und dann die drei Filterhalter flugs aufeinanderschrauben und vorne am Objektiv anbringen. Perfekt. Das sieht sehr gut aus, sitzt fest, funktioniert wie gewünscht und ist sogar in der Länge variabel.

 

 

16.04.2022 Emio The Edge Super Joystick für SNES mini Classic und NES mini

Dieser Joystick hat nun alle Knöpfe des SNES-Pads ordentlich aufgereiht und statt einer Turbotaste, die mittels Drehreglers in der Frequenz verändert werden kann, ist tatsächlich für jeden der sechs Knöpfe eine separate Turbo-Taste vorhanden, die einzeln jeder Taste die Dauerfeuerfunktion verleiht. Ich bin etwas irritiert, dass hier keine Frequenzanpassung möglich ist, aber es ist ohnehin für mich ohne Belang, da ich die Actiontitel, die regelmäßig von Dauerfeuer profitieren, auf der für Shooter ja unegeeigneten, weil technisch arg schwachbrüstigen SNES gar nicht mag (ich bevorzuge die Spielhallenoriginale oder die PC-Engine oder die Neo-Geo). Dennoch habe ich mir diesen Riesenjoystick aus den USA schicken lassen, da ich einen Joystick in der Vierwege-Vorzugskonfiguration vorhalten wollte (den The Edge Emio NES Joystick, der einem  Nintendo NES Advantage von Asciiware 1987 gleicht) und einen weiteren mit klassischer Achtwegekonfiguration. Also habe ich dann diesen Riesenjoystick bestellt, zumal dieser ja eben auch alle sechs Knöpfe der SNES und nicht nur die beiden der NES beinhaltet. Große Überraschung: der Emio Super Joystick, Modell IUI001146, ist sehr viel besser als der NES Advantage: die Mikroschalter haben jetzt alle einen Hebel installiert, so dass die Auslösung noch präziser von statten geht. Zudem ist der Joystick härter zentriert: der weichere NES mini Joystick zeigt Fehlfunktionen/ Fehlsteuerungen, weil der Joystick, wenn ich ihn mit Schwung loslasse, in die entgegengesetzte Richtung zurückfedert und den entsprechend entgegengesetzten Mikroschalter auslöst. Dieses Verhalten ist für Pac Man fatal. Zwar kann ich, wenn ich um dieses Problem weiß, darauf Rücksicht nehmen, aber es ist dennoch viel komfortabler mit dem SNES Super Joystick von Emio zu spielen, da dieser diese Falschsteuerungen nicht zeigt, selbst wenn ich ím Eifer des Gefechts den Joystick einmal losschnellen lasse. Die Ablagefläche für die recht Hand ist riesig und sehr bequem. Volle Empfehlung also für diesen deutlich besseren Joystick, der übrigens auch ohne den peinlichen Pin-Out-Korrektur-Adapter auskommt, mit dem der NES Joystick noch notdürftig geflickt werden musste. Nächster Schritt ist dann der nahezu orignale Spielhallen Joystick, der vier Mikroschalter mit Hebeln (das Arcadeoriginal arbeitet mit lautlosen und sehr schnell auslösenden Blattkontaktschaltern [leaf switch], aber für Pac Man ist die hohe Auslösefrequenz weniger wichtig als für Sportspiele. Puristen benmägeln jedoch die Geräusche) besitzt, die so angeordnet sind, dass nur vier Wege möglich sind und niemals acht Wege. Dazu ist der Hebel sehr kurz, die Hebelwege bis zur Auslösung sind viel kürzer als bei den NES und SNES Joysticks und die Zentrierung ist sehr fest. Davon verspreche ich mir noch präzisere und vor allem schnellere Eingaben für noch höhere Pac Man Rekorde. Ich werde einen weiteren SNES The Edge Emio Joystick als Basis für den Umbau des Spielhallenjoystick nutzen.

 

27.03.2023 Pac Man und Donkey Kong brauchen nur vier Wege statt acht

Warum spielt sich Pac Man so unsagbar hakelig, frustrierend und nervig mit einem Joypad oder mit einem klassichen Joystick? Ständig bleibt das gelbe Viech hängen, verpasst Abzweigungen nach oben und unten oder wechselt in eine nicht gewünschte Richtung. Am Automaten hingegen flitzt der Puck Man geschmeidig wiie gewünscht durchs Labyrinth ohne zu zicken oder zu haken. (Ich sage ja nicht, dass es unmöglich ist, mit einem Joypad oder Joystick Pac Man zu meistern, aber es fordert sehr viel mehr unnötige Konzentration auf die Steuerung als auf das Spielgeschehen und nervt daher ungemein.).
Zunächst dachte ich nach der verkrampften Herumbrecherei mit dem Joypad, dass ein klassischer Joystick Abhilfe schaffen würde, da so ein Hebel viel mehr Weg zum Steuern erfordert und somit sicher leichter und vor allem präziser das Manövrieren ermöglichen würde. Aber weite gefehlt: Auch der Joystick  "The Edge Joystick" Item No. 00136 von Emio extra für das NES Classic Mini oder SNES Classic Mini bietet für Pac Man Frusthakelei deluxe: Pac Man steuert sich nur bockig und nicht wie gewünscht. (Es liegt ein scheinbar sinnfreier Adapter bei: der Stecker des The Edge Joystick für das NES Classic Mini wird in den Adapter gesteckt, auf dem "Classic Edition Adapter" steht, und dann in die NES Classic Mini gesteckt. Das ist notwendig, da ohne den Adapter, also wenn man den Stecker des Teh Edge Joysticks direkt in die NES oder SNES Mini Classic Buchse steckt, es immer wieder zu falschen Signalen/ zu langen Signalen kommt, wie ich entsetzt beim Probespielen von Galaga 88 feststellen musste. Mit Adapter ist jedoch alles perfekt.).
Wie kommt nun dieses bockige Verhalten von Pac Man zustande?
Der Pac Man Arcade Spielhallenautomat hat statt eines 8 Wegejoysticks "nur" einen 4 Wege Jostick. Das erscheint logisch, da Pac Man ja auch nur diese vier Richtungen benötigt zum Spielen (so wqie Donkey Kong). Aber Achtung, hier lauert ein Missverständnis: ein 4 Wege Joystick bedeutet nur, dass die vier Hauptrichtungen leichter angesteuert werden können, dei anderen 4 Richtungen sind nach wie vor möglich (aber etwas weniger leicht). Bei einem 8 Wege Joystick sind alle 8 Richtungen gleich leicht erreichbar. Was bdeutet das nun genau? Die Programmierung von Pac Man berücksichtigt immer nur das letzte Steuersignal, wobei wichtig ist, dass ein Signal ein Impuls ist, der vom Betätigen des Richtungsschalters einmalig hervorgerufen wird. Wenn ich nun nach rechts steuere, gibt es ein Signal für die Steuerung von Pac Man nach rechts. Soweit, so gut. Nun rutsche ich aber ein wenig mit dem Joypdad oder 8 Wegejoystick nach oben und löse den Schalter/ Kontakt nach oben aus, während ich aber immer noch nach rechts gedrückt halte. Dieser Zustand (rechts und oben gleichzeitig gedrückt) wird eigentlich von Spielen mit 8 Wegen als Richtung nach rechts oben oder eben diagonal rechts oben interpretiert. Pac Man kenn aber keine diagonalen Bewegungen. Daher schnappt sich Pac Man nur das letzte Signal und das lautet "nach oben". Wenn ich das nun als Spieler sehe und aber nach wie vor nach rechts will, korrigiere ich die Richtung und bewege den Joystick/ das Steuerkreuz wieder etwas weiter nach rechts und weniger nach oben. Das Problem: wenn ich dabei ohne Pause nach rechts gehalten habe, wird bei der Korrektur kein neues Signal erzeugt, da der Kontakt nach rechts ja die ganze Zeit schon gehalten wurde. Resultat: Trotz der Korrektur flitzt der gelbe Freak weiter nach oben, weil das ja der letzte Impuls war, den das Programm erhalten hatte. Ein Katastrophe, die den Spielspaß vernichtet.
Nun könne man einfach das Signal zerhacken und mit 1 Khz Frequenz wiederholen, dann gäbe es ständig neue Impulse, die Korrekturen ermöglichen würden, Dazu müsste aber die Joystickhardware geändert werden (z. B. mit einem E-Limitator).
Die pragmatischere Lösung: der quadratische Bewegungsrahmen wird um 45 Grad gekippt und jede Ecke führt nun direkt auf eine der Hauptrichtungen zu. Dadurch wird beim verkrampften Steuern automatisch der Weg in die Spitze geführt und somit sichergestellt, dass nur einer der vier Kontakte geschlossen wird. Mit mehr Feingefühl und Konzentration ist es dennoch nach wie vor möglich, eine der Diagonalen zu erreichen (also zwei Kontakte gleichzeitig zu schließen). Ich habe die 4 Wege Konstellation mit einem 2D-Shooter (Raiden 2 DX) ausprobiert: die Diagonalen sind spielbar, aber lästig. Der Shooter spielt sich in der 8 Wege Konstellation natürlich besser.
Pac Man hingegen spielt sich mit der 4 Wege Einstellung fantastisch: schnell, präzise und die gewünscht rauscht die gelbe Buffetfräse durch die Gänge und intuitiv läuft die Steuerung entspannt und schnell ab. Ich kann mich nun ganz auf die Taktik und das Spielgeschehen  konzentrieren und muss mich nicht mehr mit verpassten Abzweigungen und ungewollten Richtungswechseln herumschlagen. Genial.
Der Joystick muss nur einmal geöffnet werden (zwei Schrauben auf der Unterseite sind direkt sichtbar, die anderen vier sind unter den aufgeklebten Gummifüßen), dann ziehe ich die beiden hochstehenden Plastikstummel etwas nach oben (zu mir hin) und drehe die Scheibe ein wenig, so dass die Stifte in der nächsten Kerbe landen und verriegelt sind. Das erfodert ein wenig Kraft und ist schwergängig aber die Alternative, die das gleichzeitige Lösen der vier schwarzen Haltenasen beinhaltet, um dann die abgelöste, transparente Scheibe von unten zu drücken (statt die Stifte zu ziehen) und zu drehen, gelang mir nicht, da ich an den Haltenasen scheiterte.

 


der superstabile Joystick von Emio für das NES Mini Classic und eben auch für das SNES Mini Classic. Steelplay trifft es ganz gut: die Mikroschalten vermitteln stählerne Robustheit.

 


zwei Schrauben sind sichtbar, vier weitere sind unter den Gummipads.


alles sechs Schrauben des The Edge Joystick sind entfernt.



die stabilen Feuerknöpfe und die Potentiometer zur EInstellung des Autofire sind gut zu erkennen. Rechts die Mikroschalter und die 8 Wege und 4 Wege Joystickoption.


Die 8 Wege Konstellation des Joystick. Wenn ich verkrampft nach unten drücke, kann ich leicht nach links oder rechts wandern und einen zweiten Kontakt mitauslösen.


einer der beiden Haltestifte, die nach oben abstehen. Diese beiden, gegenüberliegenden Stifte ziehe ich nach oben und drehe dann mit etwas Gewalt die Scheibe um 45 Grad krachend bis der Stift in der nächsten Kerbe landet.


hier sind gut die weiteren Kerben zu sehen, in die ich die Stifte der Scheibe drehen kann.


nun ist beim beherzten Ziehen des Joystickhebels nach unten gut zu erkennen, dass die beiden schrägen Wände der Scheibe dafür sorgen, dass ich zuverlässig unten in der Mitte lande und nur den Kontakt nach unten auslöse. Es ist aber dennoch möglich, nach wie vor auch einen zweiten Kontakt gleichzeitig mitauszulösen, wenn ich konzentriert und feinfühlig vorgehe. Aber wenn es schnell und etwas gröber zugeht, gibts präzise und intuitiv nur vier Richtungen. Eine geniale Lösung.

 

23.03.2023 Wie oft durchläuft der Arduino die Programmschleife pro Sekunde

Wie oft schafft es der Arduino, die Programmschleife pro Sekunde zu durchlaufen? Das ist wichtig, um den exakten Moment zu erwischen, in dem die Lichtschranke unterbrochen wird und das Signal an den Eingangpin des Arduino sendet. Anfangs waren es wohl nur etwa vier Durchgänge pro Sekunde, was zu Schwankungen und Aussetzern der Messung führte. Jetzt habe ich ja die Display-Erneuerung reduziert und die Geschwindigkeit erhöht. Um nun abzuschätzen, wie viele Durchläufe pro Sekunde ablaufen, habe ich ein Methode ohne die langsame Serial-Ausgabe benutzt:
Also statt der langsamen seriellen Ausgabe der Millis-Zeit habe ich nun einfach nach dem Start des Programms am Ende der Schleife eine long Variable jeweils um Eins erhöhen lassen um dann die intergrierte Led auf PIN 13 des Arduino PCB blinken zu lassen. Ich messe einfach grob mit der Stoppuhr die Zeit zwischen Programmstart nach einem Reset und dem Beginn des Blinkens der kleinen, grünen LED des Nano.
Ich musste die Variable von int (Wertbereich nur bis 37.767) auf long (bis 214.7483.648) ändern, da die Zeit so seltam kurz war. Ergebnis: es sind in acht Sekunden für eine Million Durchgänge und  für 10 Millionen braucht der Arduino eine Minute und 20 Sekunden. Das sind sagenhafte 125.000 Abfragen pro Sekunde. Impressive. Most Impressive. (Nachtrag: der AnalogRead Vorgang dauert 100 Microsekunden, also 1/10.000stel Sekunde- somit sind nicht mehr als 10.000 verschiedene Abfragen pro Sekunde möglich. Naja, muss auch mal reichen...)

long Z = 0;
int Led = 13 ;
pinMode (Led, OUTPUT) ;
void  loop(){
Z++;
if(Z > 1000000){
digitalWrite (Led,HIGH);
delay (500);
digitalWrite (Led,LOW);
delay(500);
}

22.03.2022 Helios 40 im Vergleich

Hier einmal der Vergleich von Bildsausschnitten. Helios 44 2 mit 58 mm Brennweite und einer Blende von 2,5, Sonnar 135 mm mit 3,5, Helios 40 mit 85 mm und 1,4, Canon FL 55 mm mit 1,2, Canon 50 mm mit 1,8, Canon 60 mm Makroobjektiv (das für mich überraschenderweise ja auch auf üblichen Distanzen funktioniert) mit einer Blende von 2,8 und schließlich eine Makroaufnahme von dem Alessi Rex mit dem gleichen Objektiv. Schärfe und Bokeh sind recht unterschiedlich aber vor allem das MC Sonnar 3,5/ 135 Carl Zeiss Jena DDR sticht für mich hervor, da es Schärfe und Hintergrund perfekt kombiniert und dabei noch sehr handlich ist (im Gegensatz zum Monstertrum Helios 40).

 








21.03.2022 Zoetropic Animated Picture Vinyl Record Super Mario 7" Duck Hunt

Die Vinyl-Schallplatten zum Soundtrack von "The Force Awakens" (Episode 7) bieten eine atemberaubende Animation: Drahtgittermodelle drehen sich um die eigene Achse und scheinen dabei sogar greifbar über der Schallplatte zu schweben, da es tatsächlich eine stereoskopische 3D-Illusion (also je eine eigene Animation für das rechte und das linke Auge) ist. In diesem Zusammenhang fällt mir das 3D-Display des Nintendo 3DS Xl ein, das mir nach wie vor rätselhaft und beeindruckend erscheint. Dieses Schauspiel kann ich ohne jede technische Ausrüstung jederzeit genießen: keine Brille, keine spezielle Aufnahmetechnik oder Filter sind notwendig. Nur sollte die Lichtrichtung passen: nur wenn auf Richtung der Augen das Licht auf die Plattenrillen fällt, wird die Reflektion korrekt im Auge abgebildet (dazu nehme ich einfach ein Kopflampe, die ich sonst zum Laufen in der Winterdunkelheit nutze). Eine klassische Stroboskopscheibe benötigt die richtige Flackerfrequenz der Lichtquelle (50 hz Wechselstrom lässt Glühbirnen 100 Mal pro Sekunde an- und ausgehen): dieses Flackern ist nicht notwendig für dei 3D-Animation der Star Wars Schallplatten. Animierte Schallplatten sind für mich aber recht neu und interessant, also schau ich genauer hin: Es gibt da diese Super Mario 7" Schallplatte (17,5 cm Durchmesser) mit 8-Bit-Musik, die einen schönen Kontrast zm klassichen Plattenspieler darstellt. Auch hier soll eine Animation erscheinen. Nun ist die Platte angekommen und ich habe sie  gleich aufgelegt. Aber leider bin ich enttäuscht, denn ist keine Animation zu erkennen. Weder bei Tageslicht (war klar) noch bei Beleuchtung mit einer 50 hz Stroboskoplichtquelle. Nichts zu erkennen. Zunächst dachte ich, es könnte daran liegen, dass die US-Bürger diese seltsame 60 hz-Frequenz für ihren Wechselstrom nutzen (was dann ja auch zur noch seltsameren fps Zahl von 29,97 führte) aber ich da lag ich falsch. Der Stroboskopeffekt tritt nur zu Tage, wenn man die sich drehende Platte mir einer Kamera aufnimmt und dann die Aufnahme betrachtet. Nur dann. Oder wenn wenn man Stroboskoplicht mit einer Frequenz von 30 hz benutzt (dieses habe ich aber gerade keine Lust zu bauen). Denn die Kameras der Handy nehmen in aller Regel mit 30 Bildern pro Sekunde die Videos auf. Rätsel gelöst, Enttäuschung groß. Ich mag keine Effekte, die nur durch Zwischenschaltung von anderen Geräten sichtbar werden. Doof.
Aber vielleicht kann ich ja mit dem 50 hz Licht etwas anfangen und eine eigene Animation erstellen, die dann unter diesem Licht sichtbar wird ganz ohne Kamera... mal schauen, wie weit ich komme mit diy Phenakistiscope. Wenngleich ich vermute, das 50 hz nur allzu schmale Streifen erlauben und daher geringere Frequenzen besser aussehen (aber eben andere Lampen/ Betrachter benötigen).

 

 

20.03.2022 Arduino Turntable Speed Wow and Flutter measuring Device

Lichtschranke an einen Digitalpin, Display dran, Zeit messen, fertich. Dachte ich.
Aber es gab natürlich wieder ein paar Detailschwierigekeiten. Hier ein paar Eckproblemchen: die richtigen Variablen-Arten für den passenden Zweck (int, unsigned long, float) bestimmen, alles natürlich ohne jede Delay-Anweisung hinbekommen, die passende Art von Nachkommastellen darstellen und die Anzeigenbereiche immer wieder frisch zu beschreibe, damit nicht alles nur noch weiß ist. Besonders kniffelig: nur einmal bei einem Signal an der Lichtschranke eine Messung vornehmen und nicht etwa zwei direkt nacheinander, weil die Unterbrechung etwas länger als erwartet ist. Schließlich war das Hauptproblem dann aber, dass die Millis-Zeitmessung mit dem Start des Arduino losgeht aber natürlich nur die Runden korrekt gezählt werden dürfen, um eine aussagekräftige Darstellung von Gesamtzeit nach z.B. 100 Runden (180 Sekunden/ drei Minuten) und Durchschnitts-Umdrehungen pro Minute zu erhalten. Wenn z.B. der Arduino angestellt wird, aber erst nach 20 Sekunden das erste Mal die Lichtschranke unterbrochen wird, ist der Millis-Zeitzähler ja schon bei 20.000 und würde dann das Ergebnis insgesamt verfälschen. Aber ich habe alles mit Flags hinbekommen. Die erste Lichtschrankenunterbrechung setzt nun alles auf Null und erst bei der zweiten wird die erste Runde berechnet. Vor dem Start ist alles auch auf Null gesetzt außer der Rundenanzahl, die zur Erkennbarkeit des Status mit einem "-" gekennzeichnet ist (das habe ich mit einer While-Schleife gelöst).
Dann aber große Ernüchterung:
Während vor dem PC, am USB-Port angeschlossen alle Test der Lichtschranke (ich habe ein Stück Papier hindurchgeführt) gut verliefen, gab es beim Echtzeitbetrieb am Plattenspieler Probleme mit der Zuverlässigkeit. Während die ersten fünf bis zehn Runden gute Ergebnisse (mit ordentlich Gleichlaufschwankungen aber konstanter Drehzahl über mehrere Runden) lieferten, kam es immer wieder zu Aussetzern: der auf den Plattenteller geklebte Papierstreifen fuhr durch die Lichtschranke aber es wurde kein Durchgang detektiert/ gezählt/ gemessen. Ich habe den Papierstreifen breiter gemacht, um die Unterbrechungsdauer der Lichtschranke zu erhöhen aber auch das führte zu keinem zuverlässigen Betrieb. Wenn ich den Papierstreifen sehr schnell durch die Schranke schoss, wurde nichts detektiert...ich konnte mir das aber auch nicht so recht erklären, denn eigentlich werden solche Lichtschranken ja auch mit  Scroll-Wheels benutzt (Plastikscheiben mit vielen radialen Schlitzen, die auf einer Achse rotieren und somit jeder Schlitz zu einem Signal/ zu einer Unterbrechung führt), die viel schnellere Wechsel der Unterbrechung detektieren können müssen als eine 305 mm großer Plattenteller mir einem einzigen Papierstreifen darauf (mit einer Geschwindigkeit von 528,137 mm/ s oder eben 1,901 km/h). Eine neue Lichtschranke mit einem größeren Abstand zwischen den LEDs für einen großflächigeren Bereich der Detektion brachte keine Verbesserung.

Lösung: ich habe per seriellem Monitor mir die Millis-Zeitmarken nach jeder Durchführung der recht kurzen Programmschleife angesehen: es vergingen jedesmal mehr als 220 Millisekunden, als fast eine Viertelsekunde. Das führt natürlich zu Aussetzern und Ungenauigkeiten der Lichtschranken-Unterbrechungs-Detektion. Also flugs nachgesehen: das SSD1306 0,96 Zoll OLED Display mit der Adafruit_GFX.h und der Adafruit_SSD1306.h Library ist recht langsam, wenn man zu häufig das Display erneuert ( "display.display()") oder Zeichen neu schreibt. Also habe ich alle unnötigen Refresh entfernt und alles Zeichen-Schreibbefehle in die Detektions-Schleife gepackt, damit diese nur noch einmalig bei Bedarf (und nicht wie bisher bei jedem Loop) ausgeführt werden. Somit konnte die Ausführungsgeschwindigkeit auf unter 10 ms reduziert werden. Tatsächlich ist sie noch schneller, da der serielle Monitor ("Serial.begin9600" im setup) samt Ausgabe der Werte ( "serial.println("Zeit")") die ganze Fuhre ja selbst schon gehörig ausbremst. Ab jetzt wurde jede noch so schnelle Unterbrechung immer zuverlässig detektiert, egal wie schnell ich den Papierstreifen durch die Lichtschranke schoss. (kein Wunder bei mindestens 100 Detektionen pro Sekunde). Den ganzen Code habe ich als txt-Dokument hier gespeichert. (Lichtschrankensignal an D10 des Nano, Display SSD1306 SCL an A5, SDA an A4. (VCC und GND sind ja klar).
Jetzt nur noch ein schickes Gehäuse und es kann noch öfter seinen Dienst erledigen:
links oben werden gezählten Runden angezeigt, darunter die durchschnittlichen Umdrehungen pro Minute (also die Gesamtzeit geteilt durch alle Runden). Darunter die prozentuale Abweichung vom Idealwert 33,333 rpm. Ein Plus-Zeichen habe ich extra vorangestellt, damit es schick aussieht wie beim automatisch vergebenen Minuszeichen bei Negativwerten. Rechts oben ist die Gesamtzeit in Sekunden zu sehen (bequem abzulesen sind die hoffentlich exakt 80 Sekunden bei den legendären 100 Runden), darunter die letze Rundenzeit in Sekunden. Ganz unten ist in großer Schrift die aktuelle rpm-Zahl zu sehen und darüber befinden sich mittig und bündig drei senkrechte Striche, um die prozentuale Abweichung zu visualisieren. Der mittlere Strich wandert von der Mitte nach links bei Unterschreitung der Idealgeschwindigkeit  und entsprechend nach rechts. Die Skalierung habe ich extra großzügig und linear (und nicht etwas invers logarithmisch) gewählt mit einer Absolutabweichung bis zum Rand von zehn Prozent, damit nicht geringste Abweichungen (0,05& oder 0,001 rpm) zu dramatisch erscheinen. Kann man ja ohnehin nicht hören, solche Minimalschwankungen.

Apropos Schwankungen: es sind jetzt keine mehr messbar. Genau wie die Stroboskopscheibe (die ja wirklich sehr exakt ist mit 100 Signalen  pro Sekunde) weist jetzt auch die computergestützte Messung nur noch vernachlässigbare Schwankungen auf (0,05% oder eben 0,001 rpm) und das sehr konstant. Die bisher gemessenen Abweichungen lagen an der Software der Handys (für sehr zeitkritische Anwendungen nimmt man ohnehin am besten Microcontroller, die bit banging viel konstanter und präziser beherrschen als komplexe Betriebssysteme, denen das Multitasking immer das Protokoll verpfuschen kann in dieser Dimension; siehe WS2812 adressierbare LEDS mit ihren Microsekundensignalen, die nur Toleranzen von Nanosekunden akzeptieren... zur Erinnerung: Millisekunden sind Tausendstelsekunden, Microsekunden Millionstel- und Nanosekunden sind Milliardstelsekunden.).

 

19.03.2022 Warum dreht das Strobe Wheel vom Transcriptor zu schnell?

Bevor ich mich der exakten, eigenen Messung der Plattenspielergeschwindigkeit widme, zunächst die Erklärung, warum das Stroboskop-Hütchen sich offensichtlich (alle bisherigen, unterschiedlichen und voneinander unabhängigen Messungen belegen diese fehlerhafte Anzeige) zu schnell dreht:
Das Strobe Wheel des Transcriptor Hydraulic Reference wird von der Außenseite des Plattenspielerantriebriemens angetrieben. Wenn nun der Riemen 1 mm dick sein sollte für eine korrekte Funktion, bewirkt bereits eine geringe Abweichung der Dicke auf eine dramatische Geschwindigkeitserhöhung des Stroboskoprades, denn das Rad ist viel kleiner als der Plattenteller (nur etwa 57 mm im Durchmesser, schwer hinreichend genau zu messen aufgrund der Rille für den Riemen) und dreht sich über mit 171,428 Umdrehungen pro Minute viel schneller und ist somit sehr viel empfindlicher für die Anzeige von Abweichungen (die 35 Striche auf dem Wheel müssen in exakt 0,35 s eine Drehung vollziehen, damit die 50 hz passen). Da mir keiner der Anbieter mitteilen konnte, wie die Spezifikationen des Originalen Antriebriemens lauten und ich die Dicke ohnehin nicht ändern kann, muss ich also lediglich den Umfang des Stroboskop-Rades erhöhen (0,2 mm sollten reichen), um eine korrekte Funktion zu gewährleisten. Ich habe über dünne Papier- und Klebefolienstreifen nachgedacht und bin schließlich bei einem gewöhnlichen Haushaltgummi gelandet, das bei in einer Packung den frischen Schnittlauch zusammengehalten hat (meine kleine Tochter liebt Rührei mit frischem Schnittlauch). Das Gummi dehnt sich sehr dünn, sitzt fest auf dem Stroborad und bietet erstklassige Traktion für den Plattenspielerriemen. Nach der "Installation" das Ergebnis: die zuvor nach links (entgegen dem Uhrzeigersinn) wandernden Striche stehen nun wie in Stein gemeißelt an der gleichen Stelle (bei genau gemessenen 33,333 Umdrehungen pro Minute). Perfektion. Herrlich.
Jetzt gilt es, nur noch um die vermeintlichen Gleichlaufschwankungen zu klären.

 

18.03.2022 Transcriptor Hydraulic Reference Probleme und Lösungen

Die Stroboskopscheibe (Transcriptor strobe wheel) zeigte immer eine zu schnelle Umdrehungszahl an: die Striche wanderten nach links. Ich benutzte Silikonöl mit deutlich höherer Viskosität, das sich unter dem Plattenteller in einer runden, mitrotierenden Schüssel befindet (silicone fluid well) von 60.000 cps auf 100.000 cps aber der kleine Haken (speed control vane), der in das Öl taucht, um eine bis zu vierprozentige Geschwindigkeitskorrektur (speed control +/- 2% of nominal) zu bewirken, wurde dann vom zu zähen Öl wieder nach oben gedrückt und das Öl floss nicht mehr in seine Ursprungsform komplett zurück innerhalb einer Umdrehung.
Also probierte ich es mit moderateren 70.000 cps: immer noch wanderten die Stroboskop-Strich nach links.
Ich entdeckte eine Handy-App (RPM Speed and Wow), die die wesentliche Daten eines Plattenspielers exakt messen können soll: rpm (Umdrehungen pro Minute), wow and flutter (Gleichlaufstörungen und Gleichlaufschwankungen), Minimal- und Höchstgeschwindigkeit, prozentuale Abweichung und eine Grafik der Abweichungen.
Auf meinem Honor 6x ging das nicht zufriedenstellend, denn das Gyroskop scheint volle Drehungen falsch zu interpretieren. Das alte Okitel 10000 (das ich noch für die Sphero R2D2-Programmierung nutze) hat laut App gar kein Gyroskop. Aber ich habe noch zwei identische, alte Sony Xperia Style T3 Model D5103 und die zeigen leider auch stark voneinander abweichende Werte an (33,23 zu 33,42 rpm mit einer konstanten Abweichung von 0,19 rpm. WOW war mit 0,41% identisch aber auch die minimalen und maximalen Werten wichen stark voneinander ab selbst bei gleichzeitiger Messung). Ich habe dann einfach mal 100 Umdrehungen per Hand gestoppt und siehe da: es sind sehr, sehr genau 3 Minuten (33,333 Umdrehungen in 60 Sekunden bedeuten exakt 1,8 Sekunden für eine Umdrehung). Eine Stroboskop-Pappscheibe von Dynavox (je 179 schwarze und weiße Striche wechseln sich ab, da 1.800 Blitze pro Umdrehung bei 50 hz Wechselstrom stattfinden) zeigt mit alter Glühwendel-Beleuchtung auch durch konstante Striche an, dass die Geschwindigkeit extrem korrekt ist, während das Transcriptor Strobe Wheel des Plattenspieler eine zu hohe Geschwindigkeit anzeigt. Ich habe nun noch eine spezielle Stroboskop-Beleuchtung von One Little Bear (50/ 60 hz Turntable Speed Test Lamp) hinzugezogen, da am Standort des Plattenspielers mittlerweile LED-Leuchtmittel (die im Gegensatz zu Glühbirne und Leuchtstofflampen ja gar keine vertauschte Polarisierung vertragen, geschweigen den 50 mal pro Sekunde) dominieren. Die bei der Lampe enthaltene, kleinere Stroboskopgeschwindigkeitsscheibe mit nur 100 mm Durchmesser läuft identisch korrekt zur Scheibe- wie erwartet. Als nächstes habe ich einen kleinen 3 x 6 mm Neodymmagneten  mit einem Stück Uhu Patafix Klebemasse an der Außenseite des Plattentellers befestigt um den nach Edwin Hall benannten Hall-Effekt (das Phänomen des Auftretens einer transversalen Potentialdifferenz, wenn ein Gleichstromleiter in ein Magnetfeld gebracht wird) mittels des Magnetfeldsonsors im Handy zu detektieren. Die App "Magnetic Counter" bietet einstellbare Barrieren, ab deren Überschreitung ein Ereignis gezählt und in Umdrehungen pro Minute umgerechnet wird. Aber auch mit dieser App kommt es ständig zu starken Abweichungen der Rundenzeiten/ Umdrehungsgeschwindigkeiten. Ein Laser-Drehzahlmessgerät DT-2234C+ kommt auch noch zum Einsatz, das aber nur sehr wackelig zu handhaben ist. Auch hier gibt es Variationen der Umdrehungsgeschwindigkeiten.
Ich habe also nunmehr stark unstete Geschwindigkeiten angezeigt bekommen vom Laser-Messgerät, vom Hall-Sensor des Handys und von der Gyroskop-App des Handys. Die 33,333 rpm sind jedoch überwiegend erkennbar. Meine manuelle Messung über 100 Umdrehungen, die kleine und auch die große Stroboskopscheibe zeigen jedoch, dass die Geschwindigkeit korrekt ist.
Fazit: das kleine Stroboskop-Hütchen, das sich auf dem Plattenspieler mitdreht, zeigt die Geschwindigkeit falsch zu hoch an. Das ist ja schon mal ein Ergebnis. (eine weitere Messmethode mittels einer Schallplatte mit einem Referenzton und der Analyse dieses Tons mittels des Handymikrofons habe ich nicht durchgeführt).

Nun habe ich mich der Gleichlaufschwankungen, die von dem Handy per Gyroskop und Magnetsensor sowie vom Lasermessgerät suggeriert werden. Plattenspielerriemen, Antriebsrollen und die Nut des Plattentellers wurden gereinigt und mit ein wenig Talkumpuder behandelt. Die Stroboskoplager und das Hauptlager ("ball -ended ground and polished steel spindle running onto a hardened steel thrust pad and into PTFE bushes", also mit einer kleinen Stahlkugel unter der Spitze) wurden gereinigt und neu geölt. Kleine Reste übergelaufenen Silikonöls an der Unterseite des Ölgefäßes und auf dem Boden wurden sorgfältig entfernt. Eine dünne Papierunterlegscheibe wurde angefertigt und zwischen dem Ölgefäß und der Plattentellerauflage angebracht ("To prevent damage to the fluid well and the speed control vane a mating paper waher 'weak link' is fitted between the platter mounting spindle and the fluid well". Die korrekte horizontale Ausrichtung wurde mittels einer zusätzlichen Wasserwaage (Plattenspielergewicht/ Stabilisator mit Wasserwaage, da die orignale Wasserwaage/ Spirit Level ausgetrocknet ist) sichergestellt. Nichts davon hat geholfen. Die Apps zeigen unstete Geschwindigkeiten. Wow and flutter zu hoch.
Nun habe ich mir den Crouzet Synchronmotor genauer angesehen: da steht zwar nur zusätzlich drauf  "Brevete SGDG Made in France L1C A10" aber 230 V und 50hz sind schon mal klar. Austauschmotoren werden mit 600 rpm angegeben (wobei einige Ebayfraggles diese Info auf ihren Angebotsfotos wegretouchieren...): Crouzet 22/79 direction CL voltage 240 50 hz type 82-330 600 r.p.m., also müssen auch 5 Polpaare (entsprechend 10 Pole, da (60*50hz)/5 Polpaare=600 rpm) vorhanden sein. Den Motor habe ich geölt und einen Blick auf die wenigen Elektrobausteine geworfen, die aber alle unauffällig aussahen und unkritisch sind (keine Elektrolytkondensatoren, die auslaufen könnten, sondern Keramikkondensatoren). Die Umdrehungsgeschwindigkeit habe ich mittels Hall-Sensor-App und per Laser-Messer verifiziert: leichte Schwankungen aber überwiegend glatte 600 U/pM sowohl im Betrieb mit installiertem Riemen als auch mit nur sich drehender Achse ohne jede Belastung.
Nächstes Fazit: Der Motor könnte leichte Schwankungen aufweisen, aber da diese sowohl im Freilauf als auch unter Belastung auftreten gemäß Laser-Messgerät und Handy-App erscheint mir das nicht besonders palusibel, zumal der Motor legendär zuverlässig und sogut wie nie der Grund für Probleme sein soll. Nun habe ich noch schnell die Netzfrequenz geprüft: hübsche 50 hz ohne jeden Tadel. Eine abweichende Netzfrequenz verändert ja direkt die Laufgeschwindigkeit von Synchronmotoren und diesen Effekt haben wir ja schon mal erlebt im Jahr 2018. Daran kann es also auch nicht liegen. Daher habe ich auch die Idee von speziell "stabilisierten" Netzteilen für Plattenspieler verworfen und auch Netzteile, die die Wechselfrequenz aktiv ändern, um die Geschwindigkeit des Motors von 33 auf 45 direkt ändern, gefallen mir gar nicht. Weiter geht es also mit der ultimativen Wissenschaft: eigene Messungen vornehmen.

 

 

 

 

23.02.2020 Videoclip zum Konzert im Kulturpalast Dresden

Mit einem Selfie mit Nina Eichinger am Ende. :-)

 

 

 

12.01.2020 Dresdner Kulturpalast Sound of John Williams and Hans Zimmer

Nina Eichinger, das Pilsen Philharmonic Orchestra und Christian Schumann.




































Don't Ha Ha

Heewaa, heewaa! So come on, come on, come on!